Stuhlanalyse

Als Endprodukt der Verdauung kann der Stuhl wertvolle Hinweise auf verschiedene Erkrankungen des Verdauungssystems liefern.

Beschaffenheit, Farbe, Gewicht und Geruch geben darüber Aufschluß, ob eine Störung oder Erkrankung des Magen-Darm-Trakts, der Leber, der Gallenwege oder der Bauchspeicheldrüse besteht.

  • so wird ein heller, schlecht geformter Stuhl häufig durch einen Verschluß des Gallengangs (z. B. infolge eines Gallensteins) hervorgerufen: die Galle gelangt nicht mehr in den Darm, wodurch der Stuhl seine typische gelbbraune Farbe verliert.
  • eine graue Färbung hat der Stuhl, wenn er zu viel Fett enthält. Zudem sind Fettstühle lehmartig, glänzend, klebrig und säuerlich bis scharf riechend. Vermehrtes Fett im Stuhl weist auf eine verminderte Fettverdauung hin. Oder es liegt eine andere Aufnahmestörung im Darm vor, bei der das Fett der Nahrung aus dem Darm nicht aufgenommen wird.
  • Schwarzer oder „Teerstuhl“ ist oft – aber keinesfalls immer – Folge von Blutungen im oberen Magen-Darm-Trakt.